Mesotherapie für Kosmetik Studio. Einschleusen mit Elektroporation

Das Verfahren der Elektroporation
Durch einen sich schnell entladenden Kondensator wird ein elektrisches Feld erzeugt. Durch dieses elektrische Feld mit einer Dauer von 10 µs bis 100 ms, werden in der behandelten Zellmembranen mikroskopisch kleine Löcher erzeugt. Diese schließen sich innerhalb von Millisekunden wieder. So entstehen kurzeitig kleine Kanäle durch die Wirkstoffe tief in die Haut eingeschleust werden können. Die Transportrate ist bei der Elektroporation extrem hoch. Nur mit dieser Methode erreichen bis zu 90% der Wirkstoffe ihr Ziel. Die Behandlung ist dabei völlig schmerzfrei. Die Elektroporation ist eine einfache, sichere und schnelle Methode zum Einschleusen von Wirkstoffen bis runter in die tieferen Gewebeschichten. Diesen Weg bezeichnet man als Transzelluläre Route. Je nach Region und Problemzone werden verschiedene abgestimmte Wirkstoffkombinationen auf die Haut aufgebracht und eingeschleust wo sie dann in der Tiefe ihre Wirkung entfalten können. Dadurch wird das Ergebnis deutlich und sichtbar verbessert.

Zelle im Normalzustand (oben)
Deutlich zu erkennen, die Moleküle der Wirkstoffe können die Membran der Zelle nicht durchdringen. Ein Transport der Wirkstoffe durch die Zelle nicht möglich. Es bleibt nur der Weg um die Zellen herum, der aber noch von den Lipiden im Zellverband gebremst wird. Shunt Route oder Interzelluläre Route im Bild grün dargestellt.

Zelle kurz nach Elektroporation (unten)
Durch da elektrische Feld werden kurzzeitig Kanäle in und durch die Zelle erzeugt. In dieser Zeit können Wirkstoffe die Zelle erreichen und passieren. Die Moleküle der Wirkstoffe können so ungehindert bis tief in das Gewebe eingeschleust werden. Diesen Weg nennt man auch Transzelluläre Route, im Bild orange eingezeichnet.

Unterschied zwischen Elektroporation und Iontophorese
Bei der Iontophorese werden die Wirkstoffe unter einer Arbeitselektrode (Rolle) aufgebracht. Die einzuschleusenden Wirkstoffe haben die gleiche elektrische Ladung wie die Arbeitselektrode. Eine Körperelektrode mit entgegengesetzter Ladung wird an einer beliebigen Körperstelle angebracht. Wird nun eine geringe elektrische Spannung angelegt, werden die Wirkstoffe von der Arbeitselektrode in die Haut abgestoßen. Daneben tritt der Effekt der Elektroosmose auf, wodurch auch das Eindringen nicht-geladener Moleküle gefördert werden kann. Bei der Iontophorese verläuft der Weg nicht durch die Zellen (Transzelluläre Route), sondern durch die Lipidmatrix auf der wiederstandsreichen Interzellulären Route um die Hornplätchen herum. Elektroporationsgeräte benötigen keine Gegenelektroden und keine elektrisch geladene Wirkstoffe oder Transportflüssigkeiten bzw. Gele.


Transzelluläre Route      Interzelluläre Route
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